Tradition
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Wie wurde man Einungsmeister?

Tradition | Grafschaft Hauenstein

In den acht Einungen der Grafschaft Hauenstein bestand eine frühdemokratische Selbstverwaltung: Jedes Jahr am 23. April, dem St. Georgstag („Jörgeletag“), wählten die einzelnen Einungen ihren Vertreter, den „Einungsmeister“. Wählen und gewählt werden durften alle verheirateten Männer. Die Wahl fand unter freiem Himmel statt, indem sich die „Wähler“ hinter ihrem jeweiligen Kandidaten versammelten. Einige Wochen später wählten die acht alten und neuen Einungsmeister aus ihren Reihen ihren Sprecher, den „Redmann“. Der Redmann vertrat die Interessen der Einungen gegenüber dem vorderösterreichischen Waldvogt.

Als äußeres Zeichen ihrer Funktion trugen die Einungsmeister eine blaue Jacke (Tschopen“), der Redmann zusätzlich ein Schwert.

Das Grab des letzten Redmanns Johann Michael Jehle auf dem Friedhof Waldkirch wird jedes Jahr von der Runde der Einungsmeister anlässlich des St-Georgstages besucht.

Veranstaltungsdetails

Veranstaltungsort
Grafschaft Hauenstein
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Veranstalter
Landkreis Waldshut
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