Sterben und Lieben
Selbstbestimmung bis zuletzt
Völlig überraschend erhält Irene Mieth die schockierende Diagnose: fortgeschrittener Krebs. Dietmar Mieth begleitet seine Frau in dieser dunklen Zeit und muss erleben, wie sie eine rettende Notoperation verweigert. Er selbst hätte anders entschieden – und dennoch verteidigt er Irenes Entschluss. Während ihrer Krankheit schrieb seine Frau Tagebuch, das in Auszügen diesem Buch zugrunde liegt.
Dietmar Mieth, Professor für Theologische Ethik / Sozialethik, denkt weiter mit seiner Frau nach: über Sterben und Lieben, Schmerz und Zerbrechlichkeit, Ungewissheit und Hoffnung. Beide setzen damit ihre gewohnten Gespräche fort. Der Text lebt von ihrem Dialog: respektvoll, getragen durch ihren Glauben, ihre gemeinsame Suche und die tiefe Verbundenheit in der Mystik Meister Eckharts.
“Nun aber sprach sie von ihrem Glück, vor mir zu sterben. Ich weiß jetzt, nach mehr als einem Jahr, was sie damit meinte. Denn in ihrem Arm werde ich nicht sterben dürfen, so, wie sie in meinem Arm gestorben ist. Dennoch: Liebe, auch in der Schwachheit, ist immer wieder ein zu spürender warmer Mantel, den Hoffnung und Glaube uns um die Schultern legen.” Dietmar Mieth
Dietmar Mieth, Prof. em. Dr. theol., geb. 1940, Professor für Moraltheologie in Fribourg/Schweiz; Professor für Theologische Ethik/Sozialethik in Tübingen. Seit 2009 Fellow am Max Weber Kolleg der Universität Erfurt und Leiter der Meister-Eckhart-Forschungsstelle. Dietmar Mieth war Mitglied in verschiedenen/bedeutenden europäischen, deutschen und kirchlichen Ethikkommissionen.