Münsinger Demokratie Dialog
Feste | Münsingen · 30.04.2026, 19:00 Uhr
Nach dem Ende der römischen Bürgerkriege begründete Augustus ein nach ihm benanntes Zeitalter und zugleich eine neuartige Herrschaftsform – die römische Kaiserherrschaft, die sich über mehrere Jahrhunderte hinweg als außerordentlich stabil erweisen sollte. Dabei propagierten er und seine Unterstützer zunächst die Wiederherstellung und Fortsetzung der politischen Ordnung der römischen Republik und suchten den Ausgleich und die Versöhnung mit der Senatsaristokratie, der traditionellen politischen Führungsschicht. Allerdings transformierte Augustus im Verlauf seiner Herrschaft die bisherige politische und soziale Ordnung fundamental, indem er sich in mehreren Schritten eine bis dahin ungekannte außerordentliche Machtfülle aneignete und an seine Person und an seine Familie band. Anhand ausgewählter Texte und archäologischer Zeugnisse soll gezeigt werden, wie aus Octavian, dem Großneffen Caesars, Augustus wurde, wie der ungewöhnliche Weg zu dieser politischen Ausnahmestellung aussah, wie er sich zunächst in die 500 jährige Tradition der Senatsherrschaft einzuordnen schien, diese jedoch letztlich überwand und in die Herrschaft eines princeps, des einen führenden Mannes, überführte.
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