Historische Grafschaft Hauenstein wächst sichtbar
Aktiv unterwegs | Grafschaft Hauenstein
Präsent in digitalen Medien: Diese Woche wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Südschwarzwald ein Video gedreht. Spannend berichten zwei Einungsmeister in historischer Tracht über die Geschichte der Grafschaft Hauenstein. Zu sehen ist das Video in der virtuellen Kulturroute des Naturpark Südschwarzwald.
Seit Februar gehört die Gemeinde Todtmoos dem gemeinsamen Projekt zur Belebung der historischen Grafschaft Hauenstein als Neumitglied an und kann Projekte und Inhalte im Gesamtprojekt beisteuern. Der Todtmooser Ortsteil Au gehörte bis 1806 ebenfalls der Grafschaft Hauenstein an und die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau“ ist heute noch Ziel von Pilgerwanderungen durch die Einungsmeister. Durch diese Mitgliedschaft ist die ehemalige Landschaft der Grafschaft Hauenstein im Projekt nun vollständig.
Sichtbar ist die historische Grafschaft Hauenstein nun auch in allen ehemaligen acht „Einungen“ durch Fassadengemälden der Einungstanne. Im Albbrucker Ortsteil Birndorf wurde Mitte März gemeinsam mit Landrat Dr. Kistler die achte und somit vorerst letzte „Einungstanne“ feierlich eingeweiht. „Zukunft braucht Herkunft“, betont Landrat Dr. Kistler und auch der Dialekt gehört zur Tradition. Im Dialekt ist die Erklärung zur Einungstanne nun an der Fassade gemalt. Peter Scheuble, Einungsmeister von Birndorf, hatte zu diesem besonderen Anlass eingeladen.
Das beeindruckende Fassadengemälde, das die Einungstanne mit Erklärungstext und die verschiedenen Ortswappen der damaligen acht Einungen darstellt, wurde am Privathaus von Familie Binkert angebracht. In seiner Ansprache dankte Peter Scheuble insbesondere der Familie für ihre Unterstützung und Gastfreundschaft. Ein weiterer Dank galt Gerhard Neugebauer, welcher seit Anbeginn des Projektes dafür sorgte, dass nun in allen Einungsgemeinden ein Einungstanne an einer Fassade zu finden ist.
Redmann Norbert Schäuble erläuterte die Symbolik der Tanne: „Die Wurzeln stehen für die tiefe Verbundenheit mit der Heimat, der gerade Stamm für die Standfestigkeit, die Äste für die Familie und die acht Eichhörnchen repräsentieren jede Einung „ob und nied der Alb“. Das Original der Tanne stammt aus dem Jahr 1499, wurde von den Schweizern geplündert und ist in Luzern aufbewahrt. Die Tanne ist in vielen Wappen der ehemaligen Einungen zu finden, mit Ausnahme von Birndorf, da dieser Ortsteil der älteste der Region ist und damals bereits ein eigenes Wappen existierte.
Hervorzuheben ist, dass Maler Ernst Baumgartner aus Todtmoos für die Erstellung des Gemäldes fünf Tage benötigte und die Erläuterung in Alemannisch verfasst wurde. Mit dabei war eine kleine Abordnung des Musikvereins Birndorf, die kurze Stücke zum Besten gab und zur festlichen Atmosphäre beitrug. Die Einweihungsfeier bot den Anwesenden die Möglichkeit, das neue Kunstwerk zu bewundern und sich über die Bedeutung der Einungstanne und der Ortswappen auszutauschen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt.
Veranstaltungsdetails
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