DAS SPIEL VON LIEBE UND ZUFALL
von Pierre Carlet de Marivaux. Aus dem Französischen von Felix Prader
„In der Ehe braucht man den aufrichtigen Mann viel öfter als den liebenswürdigen.“
Was die Wahl ihres zukünftigen Mannes anbelangt, hat Silvia ganz feste Überzeugungen. Und weil ihr Vater Orgon ihren eigenständigen Kopf nur zu gut kennt, willigt er in den Plan seiner Tochter ein, den ihr zugedachten Bräutigam erst einmal inkognito kennenzulernen, indem sie mit ihrer Zofe Lisette die Rollen tauscht. Orgon kann mit Gelassenheit und Vergnügen den Ereignissen entgegensehen, weiß er doch etwas, was Silvia nicht weiß: Der junge Graf Dorante ist ebenso kritisch wie seine Zukünftige und hat seine Rolle ebenfalls getauscht – mit seinem Diener Arlequin. Und so liebt ein Graf eine falsche Zofe und eine gespielte Herrin einen echten Diener.
Mit Marivaux (1688–1763) hat die Psychologie in die französische Typenkomödie Einzug gehalten. Nicht mehr nur das Wer-liebt-wen, sondern das neue Wie-sag-ich’s-dir sorgen für die Verwirrungen auf der Bühne und die Erheiterung im Zuschauerraum.
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