Besichtigung der Laufer Trotte
Essen und Trinken | Lauf · 01.05.2026, 13:00 - 18:00 Uhr
Der Kultur- und Heimatverein freut sich über viele Besucher.
Die Laufer Trotte hat vom 01. Mai bis 25. Oktober 2026, mit Bewirtung, von 14 – 18 Uhr sonntags geöffnet.
Die
alte Weintrotte im Alsenhof zu Lauf in der Vorbergzone des nördlichen
Schwarzwaldes am Fuße der Hornisgrinde ist ein einmaliges,
kulturhistorisch wie handwerklich gleichermaßen interessantes Stück.
Man hat sie vor wenigen Jahren in einem
halbzerfallenen so genannten Trott- oder Weinhaus entdeckt. Mit großer
Mühe wurde sie renoviert und, durch allerlei zum Weinbau gehörende
Gerätschaften ergänzt, dem Publikum zugänglich gemacht (1970).
Der Weinbau um den herrlich in einem
Wiesentälchen gelegenen Alsenhof ist uralt. Anfänge lassen sich schon
aus dem 14. Jahrhundert belegen. Seit dem 16. Jahrhundert und später des
Öfteren findet man besonders in Urkunden über den Besitzerwechsel
Angaben von einer Weintrotte in einem besonderen Bau, sodass man
annehmen darf, dass die Trotte in ihrem Grundaufbau bis ins 16.
Jahrhundert zurückreicht.
Der Hof hat häufig den Besitzer
gewechselt. Meist war er in Händen adliger Geschlechter, zeitweise
gehörte er dem Kollegialstift zu Baden-Baden, deren Chorherren ihre
Weinkeller gerne mit dem guten Alsenhofer füllten. Von einer Rekordernte
wird uns 1808 berichtet. Aus dem Alsenhof wanderten 16.000 Liter in die
Keller des Stifts.
Die Trotte ist ganz aus Eichenholz und
wiegt insgesamt nahezu 300 Zentner. Der Pressbalken ist aus einem
Eichenstamm und mehr als 8 Meter lang. Ein handwerkliches Glanzstück ist
die 3,85 Meter hohe Spindel.
Die Tagesleistung der Trotte waren 2.500
kg Trauben, aus denen täglich 1.800 Liter Traubensaft gewonnen wurden.
Er lief aus dem Mostzuber durch den Fußboden direkt in den darunter
liegenden Keller, dessen Fässer mehr als 10.000 Liter fassten.